Das Webdesigner Blogger ABC

Das Webdesigner-Blogger ABC

Burkhard Asmuth ruft zur Blogparade mit dem Titel „Mein persönliches Blog-ABC“ auf. Für jeden Buchstaben des Alphabets ein Blog-Stichwort passend zum eigenen Blog(-Business). Mein Beitrag dreht sich daher rund um dieses Webdesigner-Blog und unseren Alltag als Internet- & Designagentur:

A wie Alleinstellungsmerkmal

Das Alleinstellungsmerkmal, gerne auch USP (Unique Selling Proposition genannt) ist das entscheidende Merkmal, mit dem man sich von der Konkurrenz unterscheidet. Ohne dieses wären Produkte und Leistungen austauschbar. Ohne dieses wären Blogs austauschbar. Das Alleinstellungsmerkmal eines Blogs sollten im besten Falle die Inhalte sein. Diese bieten viel Spielraum zur Differenzierung. Welchen Mehrwert bieten Sie für den Leser, wie sind die Inhalte aufbereitet (Text, Bilder, Infografiken, Videos), sind sie mehr theoratischer Natur, sind es eigene Erfahrungsberichte oder handelt es sich um Tutorials. Sind es kurze, knackige Informationen oder eher sehr lange ausführliche Artikel.
Und es gibt noch weitere, andere Merkmale, mit denen man sich von den Wettbewerbern absetzen könnte, z.B. die Art der Ansprache, das Design oder die Vermarktungswege.

Zwei spannende weiterführende Artikel zu Alleinstellungsmerkmalen:
Das Alleinstellungsmerkmal (USP) richtig kommunizieren (unbounce)
Warum du den Elevator Pitch auch im Webdesign beachten solltest! (Webdesign Journal)

B wie Branding

Der Branding-Prozess „markiert“ den Blog. Er sorgt für Wiedererkennung. Dazu gehört vor allem das Corporate Design. Also die optische Wiedererkennung mit Hilfe von Logo, Farben, Bilder, Typografie und der Gesamtgestaltung des Screendesigns. Dazu gehören aber auch die Ansprache, der Schreibstil, die Persönlichkeit des Bloggers usw.
Zusammen bilden diese Element eine Brand, eine Blog-Marke. Sehr schön gelungen ist dies beispielsweise Vladislav vom Affenblog oder dem elmastudio-Pärchen.

C wie Content

Content is king. Wegen der Inhalte kommen die Leser. Und wie unter „A“ schon gesehen, hilft es auch für die Unterscheidung zur Konkurrenz. Und auch die Suchmaschinen mögen „hochwertige“ (wie man das jetzt auch immer definieren mag) und aktuelle Inhalte. Also sollte jeder Blog sich vor allem um eines kümmern: Content.

D wie Design

Neben den Inhalten und dem O wie Online-Marketing ist das Design entscheidend. Einmal zur Wiedererkennung und Markensteuerung (siehe B wie Branding). Es macht schon visuell klar, um was es geht, was der Leser erwartet kann. Und gutes Design führt des Leser durch die Seite. Es zeigt ihm die Navigationsstruktur auf, es lässt ihn die Seite schnell überfliegen und scannen, es sorgt für eine einfach Konsumierbarkeit der Inhalte. Texte müssen gut lesbar sein. Ohne ein gutes Screendesign sind auch die tollsten Inhalte viel weniger Wert.

E wie Emotion

Wir sind emotionale Wesen. Und in Zeiten der Informationsüberflutung und der Austauschbarkeit von Produkten, Dienstleistungen und auch Blogs ist die Vermittlung von emotionalen Erlebnissen ein großes Differenzierungsmerkmal und Verkaufsargument. Mit Farben, Bildern, aber auch Texten lassen sich gewünschte Emotionen erzeugen.

F wie Fotos

Ein Foto kann mehr als tausend Worte sagen. Es kann aber auch ziemlich beliebig und langweilig sein und unnötig ablenken (siehe der Artikel über Klischeebilder). Daher sollte die Bildauswahl im Blog gut gewählt sein. Da für jeden Blogartikel der Aufwand zu groß ist, eigene Fotos zu erstellen oder gar einen Fotografen zu beauftragen, wird gerne auf die Stockfoto-Agenturen zurückgegriffen oder auf die vielen Anbieter kostenfreier Fotos. Hier gibt es einen umfangreichen Überblick über Webseiten mit kostenfreien und kommerzeill nutzbaren Bildern.

G wie Galerie

Hier gibt es eine umfangreiche Galerie an Blog-Designs und an deutschen Webseiten als Inspiration für das eigene Blog-Design.

H wie HTML

Ohne HTML wäre alles nichts (im Internet). Eine semantische Struktur des Quellcodes ohne Divitis und Layoutangaben – das wäre doch was für jeden Blog.

I wie Informationsarchitektur

Content ist nicht nur king, Content will auch gut aufgeteilt werden. Denn was nützt der tollste Content, wenn sich der Besucher auf der Websetie verliert, wenn er die gesuchten Informationen nicht findet, obwohl sie doch auf der vorletzten Unterseite vorhanden wären.
Mit der Bedeutung der hochwertigen Inhalte auf einer Webseite und eines Blogs steigt auch die Bedeutung der Informationsarchitektur. Für einen Blog heißt das also bspw. welche Seiten es gibt (und wie diese heißen) und nach welchen Kategorien und Schlagworten die Blogartikel eingeteilt werden.
Informationsarchitektur hat frei Aspekte: die Inhalte, der Nutzer (Zielgruppe) und der Nutzungskontext (was sind die Ziele der Besucher, was genaus suchen sie, was erwarten sie?).

J wie Joy of Use

Emotionen sind wichtig, und damit einhergehend der Spaß an der Benutzung der Webseite, des Blogs. Ästhetik und emotionales Design werden zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Der Erfolg der Apple-Produkte liegt beispielsweise entscheidend am Joy of Use.

K wie Konzeption

Ein Webprojekt kann nur so erfolgreich sein, wie die Konzeption. Das, was am Anfang nicht oder schlecht geplant wurde, zahlt man hinterher doppelt und dreifach drauf. Um die richtigen Inhalte zu schreiben, um ein gefälliges Design zu gestalten, um eine technisch einwandfreie Umsetzung zu gewährleisten, muss der konzeptionelle Part sinnvoll absolviert sein.

L wie Leipzig

Die Hipster-Metropole, das neue Berlin (was das auch immer heißen mag) ist die junge Heimat dieses Blogs und des Büros für Design & Webentwicklung. Leipzig ist ein kreativer Schmelztiegel unterschiedlichster Branchen und auch Blogs, wie bspw. Martin Neuhof, Kiss & Tell oder Zielbar.

M wie Moodboard

Bevor es an die eigentliche Gestaltung geht, kann ein Moodboard sehr hilfreich sein, um die gewünschte Stimmung, Atmosphäre des Screendesigns zu bestimmen. Das Moodboard legt Elemente wie Farben, Bilder, Illustrationen, Icons und die Typografie fest. Meistens sind Moodboards als Collage aus unterschiedlichen Quellen zusammengesetzt. Etwas konkreter sind die Style Tiles.

N wie Netzwerk

Bloggen heißt auch sich mit anderen Bloggern zu vernetzen. Hier bin ich, ehrlich gesagt, erst am Anfang. Interviews bei Selbständig im Netz oder dem MarketPress-Blog sind der Anfang gewesen, dazu sind erste Kontakte über Kommentare gekommen. Also in Zukunft ist hier noch einiges zu erwarten…

O wie Online-Marketing

Neben den einmaligen Inhalten und einem professionellen Design gehört ein gelunger Online-Marketing-Mix zu einer guten Webseite, einem guten Blog.
Dazu gehören beispielsweise eine suchmaschinenoptimierte Webseite (semantischer Quellcode, schnelle Ladezeit, Responsivität, wertvolle Inhalte), E-Mail-Newsletter anbieten, Verteilung der Artikel über verschiedene soziale Netzwerke oder Kommentare in anderen Blogs.

P wie Performance

Die Ladezeit einer Webseite ist ein wichtiges Instrument. Einmal für die Suchmaschinen und auch für den Leser. Keiner will lange auf die Inhalte warten, schon gar nicht, weil irgendein ressourcenfressender Bilderslider geladen werden muss. Zwei Tools um, die Performance seiner Seite zu testen: Google PageSpeed Insights und der Pingdom Website Speed Test.

Q wie Qualität

In vielen Bereichen schwer zu beurteilen. Prinzipiell sollte man versuchen die Qualität so hoch wie möglich zu legen, aber ist das wirklich notwendig? Beim Kundennutzen sollte die Qualität mindestens genauso hoch sein, wie es der Kunde erwartet. Mehr muss es nicht. Dassselbe gilt für andere Aspekte. Ich muss beispielsweise am Design nicht noch Tage verbringen, wenn der aktuelle Stand ok ist und die Kundschaft auf den Blog sowieso nur kommt, weil viele Links zu freien (oder gar illegalen) Streaming-Diensten vorhanden sind. Hier ist der Design-Aspekt unwichtiger. Evtl. auch die Responsivität oder die Suchmaschinenoptimierung. Das muss aber in jedem Projekt individuell analysiert werden. Welcher Bereich braucht also welche Qualität?

R wie Responsive Webdesign

Ohne geht es nicht mehr. Für Google und andere Suchmaschinen ist die Mobilfreundlichkeit einer Webseite inzwischen ein Ranking-Kriterium.

S wie SEO

Wer bei Google nach oben will, sollte sich mit Suchmaschinenoptimierung auseinandersetzen. Hilfreiche Tips dazu, finden sich beispielsweise auf dem Farbentour-Blog.

T wie Typografie

„Das Web ist Typografie“ – Die typografische Gestaltung beeinflusst erheblich die Wirkung des Designs. Die Textgestaltung ist mitentscheidend für den Erfolg einer Webseite. Die Wahl der Schriftart, die Schriftgröße, der Zeilenabstand, die Zeilenlänge und die Textfarbe entscheiden über die Lesbarkeit eines Textes. Dazu kommt die typografische Gliederung mit Zwischenüberschriften, Absätzen, Aufzählungen, Zitaten usw. sorgt für eine gute Strukturierung und ein einfaches Überfliegen des Textes.

U wie Überschrift

Die Überschrift ist das Erste, was ein Leser sieht und liest – und hoffentlich nicht das Letzte. Eine Überschrift sollte verlockend sein, den Inhalt schon andeuten, aber nicht zu viel verraten.

V wie Vertrauen

Ohne Vertrauen wird kein Besucher zum Leser oder gar Kunde. Vertrauen aufzubauen ist ein langwieriger Prozess, der durch Apsekte wie ein professionelles Design, Authentizität, Referenzen, Kundenstimmen usw. aber gefördert werden kann.

W wie Weiterbildung

Stillstand bedeutet Rückschritt, besonders in einer so schnelllebigen Branche wie der Online-Branche. Das regelmäßige (tägliche) Lesen von Blogs gehört zu einer Weiterbildung dazu. Ergänzend gibt es viele Online-Kurse wie beispielsweise für Webdesign.

X wie XING

Das Business-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Die Meinungen sind hier schnell mal geteilt. Viele Onliner halten eher weniger davon, in anderen Branchen ist es schon intensiver im Einsatz. XING ist es aber zumindest Wert sich damit intensiver auseinanderzusetzen und zu schauen, ob es zum eigenen Business und Vermarktung passt. Die Möglichkeit der Netzwerkbildung, Jobangebote, Gruppen zu allen möglichen Themen bieten zumindest einen großen Spielraum. Nicht selten auch, dass bei einer Personensuche das XING-Profil einer der ersten Suchtreffer ist.

Y wie YouTube

Die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Es gibt zwar jede Menge erfolgreiche YouTuber, aber Blogger könnten das Medium Video sicherlich noch intensvier nutzen. Video-Tutorial könnten eine gute Möglichkeit sein.

Z wie Zweiter Eindruck

Es gibt keine Chance für den zweiten Eindruck. Wenn man dann schon den ersten Eindruck erfolgreich erledigt hat. Kriterien für den zweiten Eindruck sind zum Beispiel die Informattionsarchitektur, die GLiederung der Seite, die Typografie, die Textformatierung

Fazit

Puh, ne Menge Holz, ne Menge Content. Aber so ist das im Agentur- und Blogalltag. Viel Input, viele Informationen, viele (soziale) Medien, mit denen man sich auseinandersetzen kann und sollte. Ich bin auf die anderen Beiträge gespannt:
Aufruf zur Blogparade #BlogABC

Spannende Beiträge von Blog-Kollegen sind zum Beispiel:
Was ein BlogABC mit einer Blogparade zu tun hat
Mein ganz persönliches BlogABC – oder mit welchem Dingen setze ich mich beim Bloggen auseinander?
Das große Blog-ABC
Darauf kommt’s mir an: Ein #BlogABC aus der Sicht eines Filmbloggers
Mein ganz persönliches BlogABC – oder mit welchem Dingen setze ich mich beim Bloggen auseinander?
Blogstart von A bis Z – so klappt es.

Autor:
Martin Hahn ist der Gründer von hahnsinn – Büro für Design & Webentwicklung mit Sitz in Leipzig und Frankfurt a.M. Er ist Fachbuchautor, Dozent, Blogger und betreibt das Webdesign Journal, einen Fachblog rund um Webdesign-Themen.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey vielen Dank für die Erwähnung!

    Ich würde mir hier sogar unter jedem Buchstaben ein paar weiterführende Links wünschen – gehe aber davon aus, dass ihr das ABC sowieso noch weiter ausbaut. 🙂

    Viele Grüße,
    Ben

    Antworten

    • Hallo Ben,
      ja, du hast Recht, eigentlich gehören zu jedem Punkt ein paar weiterführende Links.
      Das liegt daran, dass der Artikel gar nicht so umfangreich geplant war, sondern sich beim Schreiben erst so ergeben hat…
      Ich schaue, ob und wann ich Links ergänzen kann!
      Viele Grüße
      Martin

  2. Pingback: Aufruf zur Blogparade #BlogABCBurkhard Asmuth

  3. Hallo 🙂
    Ist ein schöner Beitrag zur Blogparade geworden!
    Immer wieder spannend andere Sichtweisen und neue Blogs kennen zu lernen.

    Weiter so.

    Viele Grüsse
    Nicole

    Antworten

    • Hallo Nicole,
      danke, freut mich!
      Dein Blog gefällt mir auch sehr.
      Habe deinen Beitrag mal in die Liste mit aufgenommen.
      Viele Grüße
      Martin

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