#bsen2 – Die „Blogger spinnen ein Netzwerk“-Konferenz, organisiert von Peter Peter Stawowy und Team, fand zum zweiten Male statt, dieses Jahr in Dresden, nachdem die erste Veranstaltung letztes Jahr in Leipzig ein voller Erfolg war.

Ca. 160 Teilnehmer, viele Blogger, dazu ein paar Agentur- und Unternehmensmenschen. 16 Fachvorträge / Diskussionsrunden, unglaublich viele Kurzvorträge und viel Zeit für gegenseitiges Kennenlernen und Netzwerken. Rundum eine gelungene Veranstaltung, die die Blogger-Vielfalt in Sachsen und darüber hinaus (es waren auch Teilnehmer aus Frankfurt und Stuttgart anwesend) widerspiegelt.

Teilnehmer:
Wie schon im letzten Jahre fand ich die sehr heterogene Zusammensetzung äußerst spannend und anregend. Lifestyle-, Literatur-, Fashion- und dazu jede Menge Fachblogger. Vom mehr oder weniger Anfänger bis zum Vollzeitblogger war gefühlt alles vertreten. Fast schon schade, dass man sich nicht „Speed-Dating“-mäßig mit jedem kurz austauschen konnte. Vermutlich waren noch jede Menge spannende Kontakte dabei, die man nun nicht kennengelernt hat. Man traf viele bekannte Gesichter aus der ersten Konferenz wieder und war gespannt, wie sich deren Blog in dem Jahr weiterentwickelt hat.

Der Austausch mit den anderen Teilnehmern war der Grund für meine Teilnahme und es hat sich wieder gelohnt. Die vielfältige Mischung ist befruchtend, gleichzeitig wirkt es irgendwie auch kleinteilig, nach dem Motto „Jeder kocht so sein Süppchen“ und einmal im Jahr treffen wir uns zur großen „Familienfeier“…

Kurzvorträge:
Wie letztes Jahr gab es für viele Teilnehmer die Gelegenheit ihr Projekt (Blog oder was auch immer) in drei Minuten vorzustellen. Nicht viel Zeit, aber ein bisschen wie ein Elevator Pitch in etwas länger. Ca. 45 Projekte wurden so vorgestellt, ein buntes Sammelsurium querbeet durch alle möglichen Online-Bereiche. Von der jungen Youtuberin auf Selbstfindungskurs, über ein Auto-Magazin bis zum Reiseblog war vieles dabei.
Ein tolles Format, um in kurzer Zeit viele unterschiedliche Projekte und Ideen kennenzulernen und die Gelegenheit für 3 Minuten Fame.

Fachvorträge:
16 Themen, die auch die Bandbreite der Blogger-Online-Welt widerspiegeln:
Was kostet ein Blogger? Was tun bei Content-Klau im Netz? Wie finanziert sich der Lokaljournalismus der Zukunft? Dazu Vorträge über Influencer-Relations oder Podcasts zeigen exemplarisch die ganze Bandbreite.

Auch dies war der Vor- und gleichzeitig Nachteil der heterogenen Zuhörerschaft. Zwar konnte jeder halbwegs spannende Themen für sich finden, so ganz konkrete Hilfestellungen gaben die Vorträge weniger, dafür spannende Einblicke. Die Diskussionen kamen aufgrund der kurzen Dauer nicht so richtig in die Gänge.
„Aushängeschild“ der Fachvortragenden war das „Blogger-Urgestein“ Robert Basic, vor allem durch seinen Blog basicthinking.de bekannt geworden.

Location:
Ja gut, was soll ich sagen: Die „Gläserne Manufaktur“ eines Automobilkonzerns. Manufaktur? Klingt nach liebevoller Handarbeit, in der besondere Einzelstücke hergestellt werden von Menschen, die ihrer Arbeit aus Leidenschaft und Begabung nachgehen. Ok, ernsthaft, es ging um Autos, wir waren bei den Dieselpfuschern. Hatte was von: Die digitale Boheme trifft Autokraten. #newwork trifft #oldwork.
Kleiner Exkurs dazu: „Deutschland wird vom anstehende Wandel so hart getroffen, wie kein anderes Land – dank der Autoindustrie“. Das Kanzleramt hätte die Locationwahl vermutlich groß gefeiert.

Leipzig habe ich ja bisher als sehr kreativen Ort kennen gelernt, steht dem Dresden so nach? Gibt es hier kein abgefucktes, backsteinsaniertes Hipster-Gebäude, dessen Kreativität und Individualität man in Form von Mate schon von weitem riechen kann und das Platz für wenige hundert Teilnehmer bietet?

Fazit:
Eine gelungene Veranstaltung, die die weite Blogosphäre ein Stückchen zusammen bringt. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter und Helfenden!
Viele Teilnehmer warten jetzt schon auf die dritte Ausgabe (ich auch!), dann vielleicht in Chemnitz!?

Mehr zur #bsen2:
#bsen2: Das schreiben die Anderen!
Das sind die Teilnehmer von #bsen 2017

Es ist erst wenige Jahr her, da bekam ich regelmäßig zu hören, dass Blogs tot seien. Waren sie damals vielleicht auch, irgendwie.

Die Realität vermittelt heute aber ein anderes Bild: Die Blogosphäre wächst und gedeiht. Lifestyle-, Mode-, Food-, Fashion-, aber auch Fachblogs aus allen möglichen anderen Bereichen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Einen Blog zu „führen“ bedeutet aber mehr, als nur ein paar Artikel zu schreiben, zumindest wer ansatzweise einen professionellen Anspruch erfüllen will. Um den Bedarf an Themen rund um den Blog wie Vermarktung, SEO, Design, MediaKit usw. zu erfüllen, gibt es inzwischen recht viele Workshops, Seminare, Kurse, E-Books und einiges mehr.
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#bsen – Blogger spinnen ein Netzwerk.
Dies war das Motto der ersten Blogger-Konferenz Sachsens Ende April in Leipzig mit bis zu 120 Teilnehmern. Als noch gefühlter Neuleipziger wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, Gleichgesinnte kennen zu lernen und für meinen Webdesign-Blog mehr Input einzuholen.
Einen Tag lang gab es für 30 Euro 12 Sessions, die an drei Slots stattfanden, dazu eine Vorstellungsrunde ausgewählter Blogs und eine sog. Fishbowl-Diskussion-Diskussion zum Abschluss.

Die Teilnehmerrunde war sehr heterogen. Von „Spaß“-Bloggern bis zu „Agenturmenschen“ war alles versammelt. Ebenso waren die Kenntnisse in den einzelnen Fachgebieten sehr unterschiedlich und wohl auch die Erwartungshaltungen an dieses Event.
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Burkhard Asmuth ruft zur Blogparade mit dem Titel „Mein persönliches Blog-ABC“ auf. Für jeden Buchstaben des Alphabets ein Blog-Stichwort passend zum eigenen Blog(-Business). Mein Beitrag dreht sich daher rund um dieses Webdesigner-Blog und unseren Alltag als Internet- & Designagentur:

A wie Alleinstellungsmerkmal

Das Alleinstellungsmerkmal, gerne auch USP (Unique Selling Proposition genannt) ist das entscheidende Merkmal, mit dem man sich von der Konkurrenz unterscheidet. Ohne dieses wären Produkte und Leistungen austauschbar. Ohne dieses wären Blogs austauschbar. Das Alleinstellungsmerkmal eines Blogs sollten im besten Falle die Inhalte sein. Diese bieten viel Spielraum zur Differenzierung. Welchen Mehrwert bieten Sie für den Leser, wie sind die Inhalte aufbereitet (Text, Bilder, Infografiken, Videos), sind sie mehr theoratischer Natur, sind es eigene Erfahrungsberichte oder handelt es sich um Tutorials. Sind es kurze, knackige Informationen oder eher sehr lange ausführliche Artikel.
Und es gibt noch weitere, andere Merkmale, mit denen man sich von den Wettbewerbern absetzen könnte, z.B. die Art der Ansprache, das Design oder die Vermarktungswege.

Zwei spannende weiterführende Artikel zu Alleinstellungsmerkmalen:
Das Alleinstellungsmerkmal (USP) richtig kommunizieren (unbounce)
Warum du den Elevator Pitch auch im Webdesign beachten solltest! (Webdesign Journal)

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