Eine Personal Branding ist schon lange nicht mehr nur exzentrischen Selbstdarstellern vorbehalten. Jeder Arbeitnehmer und vor allem auch Selbständige und Existenzgründer können und sollten die Kraft und die Vorteile der Eigenmarke für sich nutzen, um zu mehr Sichtbarkeit und Reputation zu gelangen. Dieser Artikel zeigt wie die Personal Brand aktiv gesteuert werden kann mit vielen wichtigen Fragen, Anregungen und persönlichen Erfahrungsberichten.

So schnell vergehen gut zwei Jahre. Ende 2014 kam die erste Auflage meines Webdesigns-Fachbuchs heraus. Und soeben ist die zweite Auflage erschienen. Einmal gründlich feucht durchgewischt und alles auf den neuesten Stand gebracht. Ich hätte selber nicht gedacht, dass ich so viele Webseiten in zweieinhalb Jahren verändern. Ca. die Hälfte der Buchbeispiele sieht inzwischen anders aus! Also alleine schon hier hat sich einiges in der zweiten Auflage getan. Inhaltlich wurde es, wo es nötig war, angepasst , bzw. ergänzt.

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Es ist erst wenige Jahr her, da bekam ich regelmäßig zu hören, dass Blogs tot seien. Waren sie damals vielleicht auch, irgendwie.

Die Realität vermittelt heute aber ein anderes Bild: Die Blogosphäre wächst und gedeiht. Lifestyle-, Mode-, Food-, Fashion-, aber auch Fachblogs aus allen möglichen anderen Bereichen sprießen wie Pilze aus dem Boden. Einen Blog zu „führen“ bedeutet aber mehr, als nur ein paar Artikel zu schreiben, zumindest wer ansatzweise einen professionellen Anspruch erfüllen will. Um den Bedarf an Themen rund um den Blog wie Vermarktung, SEO, Design, MediaKit usw. zu erfüllen, gibt es inzwischen recht viele Workshops, Seminare, Kurse, E-Books und einiges mehr.
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Es ist nicht so einfach.

Früher war es vielleicht nicht besser, aber vieles eindeutiger. Zum Beispiel die Arbeitszeit.

Vor wenigen Jahren war ich in einer Festanstellung. Da ich dort mit Studenten zu tun hatte, begann der Arbeitstag oft erst zwischen 9.00 und 9.30 Uhr. Gegen 18 Uhr war Feierabend. Es gab mal Tage, da wurde es etwas länger. Es gab auch mal Sonntage, die wurden zum Tag der offenen Tür. Als Ausgleich war dann unter der Woche mal früher Schluss oder man fing später an. Aber auf jeden Fall war es sehr geregelt.

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2015 wird mal wieder ein Jahr voller Veränderungen.

Bloggen:
Nachdem ich jahrelang mit diesem Blog gerungen habe und mich nur mühselig zu dem ein oder anderen (Fach-)beitrag durchringen konnte, wird es Zeit für einen (kleinen) Kurswechsel:
In diesem Blog werde ich zukünftig ausschließlich ein bisschen aus dem Innenleben eines Webdesigners erzählen. Nichts dramatisches, hoffentlich auch nichts allzu langweiliges, dafür mehr persönliches.
Fachliche Beiträge werden dann demnächst und hoffentlich / wahrscheinlich umfangreicher und häufiger als hier in einem anderen, neuen Blog erscheinen. Dazu aber später mehr.

Projekte:
Das Jahr läuft verdammt gut an. Mehr Anfragen als zu bewältigen ist. Aktuell in der Pipeline stehen u.a. Projekte für einen Pflegedienst, eine Tanzschule, ein Studentenwerk, eine Investmentbank. Also abwechslungsreich wie eh und je. Läuft!

2012 habe ich schon einmal an der sogenannten Nischenseiten-Challenge teilgenommen. Ein kleiner „Wettbewerb“ mit dem Ziel eine Webseite für / in einer Nische zu erstellen, die sich selbst monetarisiert. Damals habe ich die Seite praesentationen24.de erstellt. Diese wirft zwar keinen Cent ab (weil ich jegliche Monetarisierungsidee noch nicht umgesetzt habe), glänzt aber immerhin mit einem vierstelligen Besuchervolumen pro Monat (umso blöder noch keine Banner, Affiliate-Links etc. eingesetzt zu haben…).

Letztes Jahr musste ich zeitlich passen (hatte da mal eben ein Buch geschrieben), in 2015 möchte ich aber wieder dabei sein:
Die Nischenseiten-Challenge 2015 startet Ende Februar und obwohl ich zeitlich nicht gerade gesegnet bin, werde ich teilnehmen. Welche Nische, welche Inhalte, welche Technik, welches Design usw. schreibe ich dann wöchentlich hier auf! Ich bin selber am gespanntesten…
Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch auch Lust: Nischenseiten-Guide
Der Spaß und Lerneffekt stehen im Vordergrund. „Online-Marketer“ bin ich nämlich auch nicht ;)

Umzug:
In Richtung Sommer steht eine räumliche Veränderung an, wodurch ich vermutlich zwei Bürostandorte aufbauen werde, um auch weiterhin meine Kunden im Rhein-Main-Gebiet zuverlässig betreuen zu können.

Haut rein!
Bis demnächst…

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Macht nichts. 2015 hat auch unglaubliches Potenzial…
Eine kurze, ganz persönliche Rückschau:

  • Es ist das fünfte Jahr in der Selbständigkeit und es war das finanziell erfolgreichste. Läuft!
  • Es war das Jahr mit der bisher wenigsten Agenturarbeit, den wenigsten Schulungen und somit mit den meisten eigenen Kundenprojekten. Ich sollte über eine Expansion nachdenken…
  • Trotz der Projekte habe ich mal „nebenbei“ ein Buch geschrieben. Das geht aber auch nicht jedes Jahr. Denn Freizeit – oder gar Urlaub – sind Fremdwörter geworden. Nein, da muss sich was ändern. Einfach mal die kleinen Freiräume am Tag und am Wochenende wieder schaffen… Alles andere wäre „Raubbau am eigenen Körper“ (und an der eigenen Psyche), was dauerhaft nicht gut gehen kann.
  • Thema „Buch“: Holy Hit – das ist das Ding: „Webdesign – Das Handbuch zur Webgestaltung“. Vor eineinhalb Jahren hätte ich es kaum für möglich gehalten, jetzt bin ich halt mal „Fachautor“. Die größte Leistung für mich dabei: Geduld und Konstanz bewiesen zu haben.
  • Mein Online-Kurs „Webdesign“ hat sich inzwischen etabliert und das Feedback ist mehr als positiv. Freut mich!
  • Neben den Webdesign Showcases, die nun schon eine zeitlang laufen, konnte ich dieses Jahr trotz allem noch zwei Projekte an den Start bringen. Zum einen das Webdesign Journal, das ich inhaltlich noch etwas ausgebaut habe. Neben den Showcases, der schönsten deutschen Webseiten, die auch regelmäßig erweitert werden (die größte Herausforderung), gibt es bspw. noch eine Sammlung an Web-Tools. Ideen für weiteren Content gibt es noch einigen, mal schauen, wann ich zur Umsetzung komme. Und dann ist da noch das Branding Journal. Dank der Unterstützung von Babette und ihrer Bachelor-Arbeit, war der Beginn recht vielversprechend und die Seite ist schon gut mit Inhalten gefüllt. Leider musste die Seite meiner Auslastung Tribut zollen und schlummert nun erst einmal etwas vor sich hin. Aber sie wird wiederkommen.

Ausblick 2015:

  • Ich dachte, irgendwann wird es etwas ruhiger, aber das wird wohl in einem anderen Leben sein:
  • Wenn alles so läuft wie geplant (und wann läuft es das schon), dann wird 2015 eine größere räumliche Veränderung anstehen.
  • Bis weit ins Frühjar bin ich quasi ausgebucht, was sehr angenehm ist.
  • Dadurch habe ich aber eben auch wieder wenig Zeit für die eigenen Projekte und neben den oben beschriebenen schwebt mir da ja noch so einiges vor…

Das wars schon, was vergessen?

Das liegt das Ding also. 780 Seiten geballte Webdesign-Lektüre. Ein gutes Jahr, unglaublich viele Stunden vor Word-Dateien und Webseiten und ein Arbeits- und Schreibaufkommen, das jede „Work-Life-Balance“-Diskussion ad absurdum führt, hat dieses Werk gebraucht.
„Webdesign – Das Handbuch zur Webgestaltung“ ist mein erstes Werk als Fachautor und das gleich beim renommierten Fachverlag Rheinwerk Verlag (ehemals Galileo Press).

Das Webdesign Handbuch

Ein Buch, dass alle Design-Aspekte bei der Webseitengestaltung ausführlich beleuchtet. Ein kurzer Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt die Themenvielfalt:

  • Prinzipien modernen Webdesigns
  • Briefing, Website-Konzeption, Projektmanagement
  • Typografie und Webfonts
  • Farbe im Web, Farbkonzepte und -harmonien
  • Layout und Raster
  • Informationsarchitektur
  • Navigation, Buttons, Links
  • Grafiken, Bilder, Icons
  • Webdesign-Stile, aktuelle Webtrends
  • Animationen, multimediale Elemente
  • Responsive Webdesign, HTML5 und CSS3
  • Usability, User Experience, Barrierefreiheit

Die vielen Webdesign-Beispiele des Buchs und eine Sammlung der vorgestellten Tools und Ressourcen finden sich im webdesign-journal.de.

Wer das Buch erwerben möchte, macht dies am besten direkt beim Rheinwerk Verlag (ehemals Galileo Design): „Webdesign – Das Handbuch zur Webgestaltung“.
Feedback oder Fragen zum Buch gerne direkt an mich!

Ein Jahresrückblick im Januar? Ich weiß, die meisten Rückblicke finden noch im selben Jahr statt, das betrachtet werden soll. Ich wollte es erst einmal vorbei gehen lassen… Und wieso überhaupt Rückblick, die Trends 2014 sind doch angesagt! Ich weiß, ich wollte aber nicht in die Glaskugel schauen, sondern lieber reflektieren was ging und daraus zu lernen…

Seit ziemlich genau vier Jahren bin ich (wieder) selbständig in Vollzeit. Jedes Jahr ziehe ich kurz Bilanz und schreibe ein paar Ziele für das kommende Jahr auf. Bevor es auf Papier versauert, habe ich es in den Blog gepackt, damit der weiter so brennt wie die letzten Monate!

Meine Eckpunkte 2013 in loser, unsortierter und vermutlich auch unvollständiger Reihenfolge – alle Angaben ohne Gewähr:

  • Es war rein finanziell das erfolgreichste Jahr in der Selbständigkeit. Gut, Steuerberaterin samt -erklärung stehen noch aus. Aber erst einmal die reinen Einnahmen, die ich hier aber nicht veröffentlichen will. Ich denke immer es ist zu wenig (für eine fünfköpfige Familie), wenn ich Statistiken über den Durchschnittsverdienst lese, denke ich, wie wenig die meisten anderen erst haben müssen…
    Passenderweise bin ich gestern über einen Artikel gestoßen („Selbstständige sind die neuen Niedriglöhner“),laut nur 13% der Selbständigen einen Stundenlohn von über 30 Euro verdienen! Also sag ich mir, Bälle flach halten.
  • Soviel wie in 2013 habe ich noch nie für eigene Kunden gearbeitet. Der Anteil an freiberuflichen Tätigkeiten für Agenturen oder Schulungsinstite war also noch nie kleiner. Nicht zwangsläufig gewollt, aber es hat sich so ergeben.
  • Ein Großteil der Neukunden und viele Anfragen kamen über die Google-Suche, womit sich das bisschen Arbeit in SEO-optimierte Landing-Pages ausgezahlt hat. Yeaahhh, ich alter SEO-Hase… An der Schraube werde ich 2014 noch weiter drehen!
  • Knapp ein Drittel der Einnahmen waren doch tatsächlich Print-Projekte. Das hätte ich nicht so erwartet und wird vermutlich auch nicht mehr so sein. Aber es ist ok. InDesign macht ja schließlich auch Spaß!
  • Ich habe „nur“ 37 Rechnungen gestellt. Da waren die letzten beiden Jahre mit 52 und 42 „besser“, die Beträge aber offensichtlich kleiner.
  • Ich war lange Zeit auf der Suche nach sympathischen UND zuverlässigen Kollegen, die auch selbständig arbeiten und auch noch Ressourcen frei haben. Einerseits ist es gut, wenn sich Kompetenezen ergänzen, anderseits auch hilfreich, wenn jemand anderes die eigenen Kompetenzen als Ersatz mit abdecken kann. Schwierig, aber in 2013 durfte ich zwei neue Partner finden! Mit Raphael, als Allrounder in Web- und Printsachen, habe ich inzwischen einige Projekte umgesetzt, bzw. weitergegeben. Und mit Flo, Programmier-Spezialist, sitze ich gerade an einem schönem Online-Shop-Projekt. Beide kann ich nur weiterempfehlen und hoffe, dass noch einige gemeinsame Projekte in 2014 folgen.
  • Ich hatte die tolle Chance bekommen bei Designerdock Frankfurt mitzuarbeiten, einer Personalvermittlung für die Kommunikationsbranche. Da ich mich nicht teilen kann, musste ich leider diese Gelegenheit wieder aufgeben. Aber auch die kurze Zeit hat Spaß gemacht, ich habe eine Menge spannender Charaktere kennen gelernt und ich denke, die Personalberatung lag mir, oder besser, würde mir auch liegen, aber die Selbständigkeit mit konkreten Projekten musste ich aktuell vorziehen!
  • Ebenfalls bei Designerdock habe ich meinen bisher besten Vorgesetzten gehabt. Oder besser Vorgesetzte! Viele (männliche) „Chefs“ mit oder besser unter denen ich bisher arbeiten durfte, zeichneten sich durch Kommunikationsschwierigkeiten aus. Ihr kennt das! Nicht so hier. Eine so offene, sympathische und ehrliche Gesprächsatmosphäre habe ich bisher bei keinem Vorgesetzten gehabt. Vielen Dank dafür an dieser Stelle an Ulrike Schwarzenberg und für die Gelegenheit bei Designerdock zu arbeiten. Man sieht sich ja immer zweimal, vielleicht eines Tages…
  • Umso enttäuschender die Mitarbeit bei einer kleinen (leider dann doch nicht so feinen) Webagentur. Ich hätte es besser wissen müssen, da ich mit denen, also mit dem Chef, schon einmal reingefallen bin. Aber das neuerliche „Angebot“ und Eingangsgespräch klang verlockend und vielversprechend. Aber die Kommunikationsschwierigkeiten… Ihr kennt das! Dazu durfte ich – wieder einmal – mehrere Monate auf mein Honorar warten, das nicht wirklich hoch war!
  • Außer die unrühmliche Ausnahme von oben, zahlten meine Kunden ihre Rechnungen auch im letzten Jahr verdammt schnell! Es lohnt sich doch auch hier, sich seine Kunden gut auszusuchen! Oder wie immer sage: Jeder bekommt die Kunden, die er verdient!
  • Es enstanden 2013 zwei, eigentlich unglaubliche Projekte, die mir zeigen, warum es gut ist sich mit Zielen und Wünschen auseinanderzusetzen und diese auch zu verschriftlichen. Zum einen durfte ich einen Online-Kurs über Webdesign schreiben. Vor ca. fünf Jahren war ich bei der Existenzgründungsberatung, weil ich die Idee einer Online-Akademie hatte. Ich hatte das damals aus verschiedenen Gründen nicht weiter verfolgt, um so schöner, dass es sich jetzt auf einem anderen Wege ergeben hat. Das Feeback der Studenten ist sehr erfreulich und ich sollte überlegen noch mehr aus meinen anscheinend vorhandenen diaktischen Fähigkeiten zu machen.
  • Das zweite für mich unglaubliche Projekt möchte ich hier noch nicht erwähnen, da ich eh schon Pipi in der Hose habe… Ihr werdet es früh genug erfahren! Ich arbeite dran…
  • Meine Schulungsaktivitäten haben sich in dem Rahmen reduziert wie die Online-Betreuung zugenommen hat. Steht zwar in keinem direkten Verhältnis zueinander, ist aber so. So gerne ich Schulungen auch alte, so anstrengend und zeitaufwändig sind diese, daher hatte ich diese reduziert und es ist ok für mich. Dafür kommt die Online-Schulung meiner Vorstellung des ortsunabhängigen Arbeitens ja sehr entgegen.
  • Ich mich ja auch Selbständig gemacht, damit ich ab und an eigene Projekte umsetzen kann. Was ich 2012 mit den Webdesign Showcases begonnen habe, setzte ich 2013 mit dem Webdesign Journal fort, einem Showcase der besten deutschen Webseiten.
    Ich liebe es an den Seiten rumzubasteln, prinzipiell sein Ding zu machen ohne eine Kunden- oder Vorgesetztenmeinung zu beachten. Und wenn mir morgen das Design oder Inhalte oder sonstwas nicht mehr passen, kann ich es ändern, einfach so – sehr gut!
    Die Projekte sind zwar kein Reißer, aber sie machen Spaß und darum geht es mir! Ich habe Bock drauf, also mache ich es, egal ob es Kohle bringt oder nicht! Und die nächsten Sachen sind in Planung, bzw. auch schon in der Mache…
  • Über Work-Life-Balance in 2013 und den ganzen neumodischen Quatsch will ich besser nicht reden. He, ich hab Kinder, und durfte dazu beitragen, dass die Alt-Herren, sorry SOMA, der Teutonia aus Köppern Stadtmeister geworden ist! Also alles im grünen Bereich!
  • Und 2013 stand ganz klar im Zeichen des Triples. Wie geil ist das denn, die Bayern gewinnen das Triple, werden Weltmeister und am besten ist: Sie spielen solch einen geilen Fußball – unglaublich! So dominant und mit einer wunderbaren Mischung aus Teamgeist und Einzelkönnern. Jahrzehntelang waren es entweder die Dusel-Bayern und wenn sie mal nicht Meister wurden, dann lag es intern am FC Hollywood. Klar, war zum Beispiel die Meisterschaft 2001 schon geil. Aber den FC Barcelona 7:0 wegzufegen… jo mei! Das bleibt hängen, davon werde ich meinen Kindern noch erzählen.
  • Und damit bin schon beim nächsten Triple. Noch vor den Bayern habe ich im Mai mein ganz persönliches Triple gewonnen. Aber im Gegensatz zu den Bayern reicht mir das, mehr ist nicht. Drei Kinder sind dann genug, der Staat fördert das ja auch nur sehr bedingt…

Fazit:
2013 zeigte mir einmal mehr, wie schnell sich die Dinge ändern können. So ein Rückblick zeigt mir dann, dass es vor allem in positiver Hinsicht war, vergesse ich manchmal…

Hab ich etwas vergessen?

Als Webdesigner ist man ja immer auf der Suche nach Inspirationen und nach Beispielen von schönen und modernen Webseiten. Und viele Webdesign-Blogs zeigen Listen mit aktuellen Webseiten, meistens zu einem bestimmten Thema wie bspw. Responsive Webdesigns oder nur grüne Screendesigns.

Beim täglichen Streifzug durchs Web schaue ich mir diese Showcases gerne an, bleibt man so ja auch „up-to-date“ und es ist recht kurzweilig.

Sitze ich aber einem konkreten Kundenprojekt und suche Inspirationen zu einem bestimmten Thema wie eben z.B. Repsonsive Webdesign, dann habe ich diese Showcases aber eben nicht parat und muss doch Google befragen. Ziemlich unbefriedigend, da gerade die aktuellstenen Showcases noch nicht so gut ranken.

Was fehlte, war eine Website, welche die Showcases der verschiedenen Webdesign-Blogs sammelte. Bis jetzt! Oder genauer bis vor einem Jahr. Da kam mir die Idee diese Sammlung von Webdesign-Showcases einfach selber zu bauen.

Vorteil: Die Showcases zu den verschiedenen Themen sind immer parat. Und ich habe gleichzeitig eine schöne Referenz in Sachen Screendesign, Frontendentwickkung und WordPress – also ein schönes Eigenprojekt!

Die Pflege der Seite ist zwar manchmal nervig, aber hält sich im Grunde auch wirklich in Grenzen: Headline, Link und kleines Vorschaubildchen – fertig!

Inzwischen sind über 420 Showcases online. Ein Ende nicht abzusehen, da fast täglich auf den unterschiedlichsten Blogs neue Showcases generiert werden.

Und inzwischen ich bin nicht mehr der alleinige Nutzer meiner eigenen Seite – sagen zumindest die Besucherzahlen, was auch ein bisschen motiviert! Und die vielen kleinen Thumbnails sehen doch immer wieder fesch aus!


Hier der Link zu den Webdesign Showcases:
Webdesign-Showcases

Das Schöne am eigenen Blog ist ja, dass ich auch mal Beiträge schreiben kann, die nichts, zumindest sehr wenig, mit dem Thema Webdesign zu tun haben. Und lieber mal einen persönlichen Beitrag schreiben, da fachlich – leider – seit Oktober nichts passiert ist. Und der Vatertag eignet sich wunderbar dafür!

Denn: seit einer Woche bin ich Vater. Erstmal kein allzu neues Gefühl, denn es ist das dritte – in Worten: dritte – Kind. „Ergebnisorierentierten Sex“ nennt man das wohl…

Ich will jetzt nicht erzählen, wie faszinierend, anstrengend, schön, schön anstrengend Kinder und Elternschaft sein können. Eher, und das ist das vor allem Spannende, wie sehr man durch Kinder zurückgeworfen wird, zurückgeworfen auf seine eigenen Unzulänglichkeiten und Gefühle: Auf meine eigene Ungeduld, wenn sich die Kleinen nicht schnell anziehen. Auf meine Pedanterie, wenn sie was verschütten, kleckern, die dreckigen Hände am T-Shirt abschmieren. Auf meine gefühlte Mißachtung, wenn sie dazwischen reden. Auf meine innere Unruhe, wenn sie genau dann kommen, wenn ich meine, dass ich Ruhe am nötigsten hätte. Auf meine (Sicherheits-)Pläne, wenn ich sie mit wenigen Worten oder Taten alle Planungen des Tages über den Haufen werfen.

Ich könnte die Liste lange fortsetzen. „Loslassen“ wäre jetzt aber am hilfreichsten. Ja, das wollen / sollen sie mich lehren. Loszulassen, von all den eigenen Erwartungen, Wünschen, dem egozentrischen „Umsichselbstkreisen“. Kein Lebenshilferatgeber, keine spirituelle Literatur, kein Hobby, kein autogenes Training, kein Gebet, keine Meditation kann dies so praxisnah aufzeigen und die Möglichkeit zum Üben so intensiv geben wie der Alltag mit Kindern. Herrlich!

Und die andere Frage, die mich umtreibt „In welcher Welt wollen wir leben?“. In welcher Welt will ich leben? Meiner Tochter, sieben Jahre, fragt mich altersgemäß Löcher in den Bauch. Und fast täglich muss ich ihr Dinge erklären, die sich um kaufen, verkaufen, Geld verdienen, Werbung drehen. Weniger berufsbedingt, als weil sich „da draußen“ (fast) alles um Konsumismus dreht. Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon lange (immer) ein zweispältiges Verhältnis dazu habe – wie wohl viele andere auch. Aber erst die Notwendigkeit es dem eigenen Kind zu erklären, sich dabei manchmal auch Hohn, Spott, Ironie kaum verkneifen zu können, was ein Kind nicht verstehen kann, zeigt mir wie unzufrieden ich damit wirklich bin. Und das bringt mich zu der für mich entscheidenen Frage: Was will ich meinem Kind mal erklären, was ich für eine bessere Welt getan habe? Ich will ungern mal sagen: „Ich war unzufrieden, wie es war. Wir haben es auch alle besser gewußt, aber geändert habe ich nichts!“ Sehr mau, sehr dürftig als Erklärung!

Gut, die Welt retten wird jetzt schwierig. Und wenn schon dann nach dem Motto: Wer die Welt ändern will, muss sich selbst ändern!

Und so versuche ich die Evolution fortzusetzen. Also nicht nur sich fortplanzen, damit die Menscheit noch ein bisschen länger da ist. Eher in dem Sinne, dass ich es besser mache versuche besser zu machen wie meine Eltern und meine Kinder „es“ dann besser machen wie ihre Eltern und so weiter…

Vielleicht ein Anfang: Mehr Geduld, mehr Muße, mehr im Hier und Jetzt, den Augenblick genießen, egal was und wer da ist. Hauptsache „sein“ – Papa sein!
Danke ihr Drei, ich liebe Euch!