Wahrscheinlich musste es sowas sein… Seit Monaten habe ich es nicht geschafft, vor allem aufgrund von (zuviel) Projekten, neue Artikel für den Blog zu schreiben und dann das: die sogenannte Nischenseiten Challenge. Schon lange treibt mich der Gedanke mal Seiten aufzusetzen, die aufgrund ihrer purer Anwesenheit Geld verdienen…
Neben meinem „Hauptthema“ dem Webdesign, lese ich viel über Online-Marketing und stoße damit auf zwangsläufig immer wieder über Affiliate-Beiträge. Aber wie es so oft bei freien eigenen Projekten ist (siehe dieser Blog), es braucht doch immer wieder einen Antrieb von außen. Und die Nischenseiten-Challenge ist dieser Anreiz. Idee ist es eine Webseite zu einer Nische aufzusetzen und die interessierten Besucher mit diversen Einnahmequellen zu monetarisieren.

Nischenseiten-Challenge Logo, Quelle: selbstaendig-im-netz.de

Jeder Teilnehmer dieses „Wettbewerbs“ macht möglichst wöchentlich seinen aktuellen Status öffentlich, so dass möglichst viele davon profitieren. Vorgaben waren nur keinen bezahlten Traffic zu nutzen und eine neue Domain anzulegen. Die Nischenseite soll komplett neu aufgesetzt werden. Schon Mitte Februar begann die Challenge und soll 13 Wochen dauern. Zeit also nachzulegen und sich mit folgenden Themen zu beschäftigen:

Voraussetzungen:

Meine Kenntnisse bzgl. Nischenseiten, Affiliate-Marketing tendieren praktisch gegen Null, theoretisch zumindest schon mal das ein oder andere darüber gelesen. Also optimale Voraussetzungen um viel dazu zu lernen, denn die Wissbegierde ist defintiv vorhanden. Auch wenn mein Ziel nicht sein wird ein sog. „Internet Marketer“ zu werden, um später gar noch sog. „Infoprodukte“ anbieten zu müssen. Aber mehr über Online-Marketing an sich mal praxisnah auszuprobieren, ist sehr verlockend.

Nischensuche:

Angefangen mit einem Brainstorming über Leidenschaften, Ängste und Probleme, weitergemacht mit beruflichen Interessen und Wissen, geendet mit Nischen, für die meine Frau Texte schreiben könnte (Ja, dann ist der Punkt gekommen aufzuhören)! So kamen einige Ideen zustande, die ich dann zumindest oberflächlich über das Keyword-Tool von Google AdWords untersuchte und in der Google-Suche schaute, welche Seiten es im Ranking nach oben geschafft haben und ob und wenn ja, was genau bei den Google-Anzeigen beworben wird. So entstanden einige Ideen, bei denen ich befürchte dass, wenn es einigermaßen laufen sollte, noch einige umgesetzt werden…

Themenwahl:

Am Ende entschied ich mich für ein Thema, bei dem ich mich auskenne und das ich auch inhaltlich gerne umsetze. Auch wenn ich befürchte, dass es nicht unbedingt das geeignetste ist, um eine Nische zu besetzen. Ganz zu schweigen, ob man denn überhaupt von „einer Nische“ sprechen kann.
Das Arbeitsthema heißt „Präsentationstechnik„. Blöderweise assoziert man mit Technik eher digitale Gegenstände, ich meine aber eher die Tätigkeit und das handwerkliche Können. Meine potentielle Kundschaft soll die Frage „Wie erstelle ich eine gute Präsentation“ rumtreiben – und natürlich zu meiner Nischenseite führen! Die Bandbreite der Themen soll von der Vorbereitung einer Präsentation über die Körpersprache bis zur Foliengestaltung reichen. Vermutlich wäre ein einzelner dieser Punkte geeigneter für eine wirkliche Nische. Aber das erste Nachforschen ließ mich in der Hoffnung zurück eine kleine „Marktlücke“ entdeckt zu haben. Denn wirklich gute Webseiten rund um das Thema Präsentationen fand ich nicht wirklich. Notfalls erschlage ich mehrere Nischen mit einer Seite…

Die Zielgruppe soll die Frage beschäftigen:
„Wie erstelle ich eine gute Präsentation”

Umsetzung:

Mein Anspruch dieses Projektes ist natürlich nicht nur eine Nischenseite umzusetzen, sondern auch inhatlich und optisch eine schöne Referenz zu bekommen und in vielerlei Hinsicht eine Menge zu lernen.
Als System für die Nischenseite werde ich WordPress benutzen, einerseits aus Gewohnheit, aber eher noch aus Erfahrung und weil ich die vielen Plugins, also den Erweiterungsspielraum, bei den letzten Projekten zu schätzen gelernt habe. Um möglichst schnell voran zu kommen, schaute ich mich bei diversen Theme-Anbietern um. Vor allem die Themes von Themeforest können einem Tränen in die Augen treiben. Für eine Aufwandentschädigung von ca. 30 Euro bekommt man ein technisch und optisch hochwertige WordPress-Vorlage samt Photoshop-Dateien und aller benötigten HTML-/CSS- und WordPress-Dateien. Oft noch ausgestattet mit vielen kleinen nützlichen Funktionalitäten, die üblicherweise in WordPress nicht enthalten sind. Bei zwei Projekten habe ich allerdings schon versucht gekaufte Themes auf das Projekt anzupassen und musste zweimal erkennen, dass es geschickter ist, sein eigenes Theme umzusetzen, bzw. das Standardtheme zu nehmen. Die gekauften Themes sind dann gut, wenn sie ziemlich genau auf die optischen und vor allem inhatlichen Anforderungen passen, sobald aber einige Anpassungen notwendig sind, fand ich es sehr mühsam mich in fremden Quellcode einzuarbeiten. Beim Standardtheme weiß ich, was ich habe…
So bin ich aber beim weiteren Forschen beim Skeleton Theme gelandet: Skeleton is a Responsive, Mobile-Friendly Theme for WordPress.
Klingt doch ideal, responsive und dazu ausgestatt mit einigen Shortcodes. Als Alternative zum klassischen Twenty Eleven Theme sicherlich mal einen Versuch wert. Ich bin gespannt…

Skeleton Theme

Domain:

Ja gut, kreativ ist sicherlich was anderes, aber praesentationen24.de ist auch nicht wirklich schlecht. Ein bisschen hin und her suchen, kurz überlegt und dann recht schnell entschieden. Für das Spektrum an Präsentationsthemen das vond er Seite abgedeckt werden soll sicherlich passend.

Design:

Gegen ein professionelles gekauftes Theme sprach sicherlich auch, dass Design komplett selber umzusetzen zu wollen. Logisch, bringt mein Beruf irgendwie mit sich und schließlich sollte es im Idealfall auch als Referenz dienen. Ob ich die Zeit investiere(n kann), dass es auch wirklich richtig gut aussieht? Ich hoffe es mal…

Praesentationen24

Inhalte:

Nach Wahl des Themas, Domain und WordPress-Theme habe ich ein bisschen gebrainstormt, um eine Sitemap zu haben. Diese ist im Grunde schon auf der Seite zu sehen. Ergänzt werden sollen die einzelnen Menüpunkte von einem Blog, um regelmäßig Aktuelles zu haben und damit den Besuchern und Google einen Mehrwert zu bieten. Die Blogbeiträge sollen sich später auf kleine Anmerkungen, Buchhinweise, Videos etc. beschränken. Der Aufwand soll sich in Grenzen halten.

Vermarktung:

Kurzfristig werden wohl ein paar Google Adsense-Anzeigen und / oder Amazon-Anzeigen eingebaut. Keine Ahnung, ob und inwieweit andere Affiliate-Geschichten spannend sein könnten. Aber dafür mach ich das ja, um dies herauszufinden! Ich befürchte zwar, dass das Thema sich nicht so großartig ausschlachten läßt wie bei einer Nischenseite über ein konkretes Produkt. Andererseits ist der Spielraum größer, also die Themenbandbreite und damit auch die Bandbreite der potentiellen Werbethemen.
Langfristige Ideen für eine bessere kommerzielle Nutzung bestehen auch, aber dazu dann (in einigen Jahren) mehr, erstmal den Traffic kommen lassen…

Fazit 1. & 2. Woche:

Ich freue mich erstmal es geschafft zu haben, teilzunehmen. Der erste Schritt ist ja oft der schwerste. Aber mit Kauf der Domain praesentationen24.de gab es kein zurück mehr. Irgendwie auch schön blöd, als ob ich keine „richtigen“ Projekte hätte, bzw. denn wirklich Zeit hierfür. Andererseits schwebte es ja irgendwie schon lange im Hinterkopf und dafür bin ich ja schließlich mein eigener Chef:

„Hahn, ich habe hier einen Auftrag, den können nur Sie machen!”

Ich bin gespannt auf die Beiträge der anderen Teilnehmer (mit so abwechslungsreichen Themen von Poolheizung über Zombiefilme bis zu Beatboxen) und hoffe überhaupt erstmal in die Teilnehmerliste aufgenommen zu werden.
Die nächsten Arbeiten, die nun anstehen:

  • Die Seite mit Inhalt füllen.
  • Meine gewünschten Funktionalitäten in WordPress umsetzen.
  • Die Seite hübsch machen.

Und dann schauen wir mal weiter… Über euer Feedback freue ich mich! Los gehts…

[UPDATE]Ok, wie blöd ist das denn! präsentationen24.de gibt es natürlich schon. Wie gut, dass ich gründlich recherchiert habe (nicht)! Läßt man sich jetzt von dem „ä“ und „ae“ beeinflussen und sucht sich eine neue Domain? Oder egal?
[/UPDATE]

Nischenseiten Challenge – Ich bin dann mal dabei…
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7 Kommentare
  1. Constantine sagte:

    Hey mal abgesehen davon, dass du anscheinend weniger Zeit für die Challenge hast oder investierst sieht die Seite an sich schon sehr nice aus. Das Design spricht mich von allen Teilnehmern wohl am meisten an. Hier liegst Du vorne in meinen Augen. Ich finde darauf wird zu wenig geachtet, ich gehe mal von meinem persönlichen Empfinden aus. Ich komme über google und ein keyword auf eine Seite und wenn das Design nicht stimmt, bin ich wieder weg. Das Design muss mich ansprechen und ich muss mich wohlfühlen. Wenn der erste Eindruck nicht sitzt, dann sind die User doch schnell wieder weg! Wie siehst Du das, gibt es da Erfahrungswerte oder Blogger, die das Thema behandelt haben (bin ganz neu im business ;) )

    Antworten
  2. admin sagte:

    @Constantine Danke fürs Lob und Feedback! Ich sehe das eigentlich genauso, denn es geht nicht nur darum, Besucher irgendwie auf die Seite zu bekommen, sondern diese Besucher zu halten und sie im Idealfall zum Wiederkommen zu bewegen. Die Besucher zu halten, funktioniert vor allem auch über die Optik! Hier darf ich dich gerne mal auf einen anderen Artikel von mir verweisen – „Der erste Eindruck zählt“: http://journal.hahnsinn.de/der-erste-eindruck-zahlt/
    Und wiederkehrende Besucher zu schaffen, geht wohl am Besten über die Inhalte.
    Daher dauert mein Beitrag zur Nischenseiten-Challenge dann wohl auch etwas länger: 1. Nicht ganz eine Nischenseite, sondern umfangreiche Inhalte, die erstmal geschrieben werden wollen. 2. Viel Wert aufs Design gelegt. Umfangeiche Inhalte zu erstellen.

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  3. Roland sagte:

    Hallo Martin,

    was war dein ursprünglicher Antrieb Dir das Thema „Präsentationstechnik“ auszuwählen. Oft wird davon behauptet, man sollte bei einem Thema einen „unfair advantage“ gegenüber potentiellen Mitbewerbern haben. Besitzt Du diesen bei dem Thema Präsentationstechnik?

    Gruß
    Roland

    Antworten
    • admin sagte:

      Hallo Roland,
      „unfair advantage“ höre ich zum ersten Male und somit – ehrlich gesagt – kiene Ahnung, ob ich dieses besitze…
      Und mein Antrieb mir mein Thema auszuwählen, kannst du ober unter „Themenwahl“ nachlesen ;)
      Gruss
      Martin

      Antworten

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  1. […] Backend-System habe ich ja — wie im letz­ten Artikel beschrie­ben — WordPress und als als Theme Skeleton benutzt. Bevor ich an die […]

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